Strategischer Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im touristischen Destinationsmanagement unter besonderer Berücksichtigung von geografischen Informationssystemen (GIS)

Strategischer Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im touristischen Destinationsmanagement unter besonderer Berücksichtigung von geografischen Informationssystemen (GIS)

4.11 - 1251 ratings - Source



Inhaltsangabe:Einleitung: Hochdynamische Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) setzen touristische Akteure unter Handlungsdruck a€“ erApffnen ihnen aber auch neue Chancen. Diese Arbeit prA¼ft im Rahmen des strategischen Destinationsmanagements und aus einer wert- und nutzenorientierten Perspektive zwei Hypothesen: Erstens, durch Informationsintegration kann IKT die a€žLA¼ckea€œ zwischen einem fragmentierten Destinationsangebot und dem grundsActzlich ganzheitlichen Aufenthaltserlebnis des Touristen erfolgsentscheidend verkleinern. Zweitens, drahtlose IKT ermApglichen einen interaktiven Echtzeitkontakt zu nomadischen Endkunden und damit neue a€“ situationsbedingte (kontextsensitive) a€“ GeschAcfte. Es erfolgt eine umfangreiche Untersuchung des heutigen Entwicklungsstands von Netzwerk- und Funktechnologien. Ein zusActzlicher Schwerpunkt wird auf den potentiellen Beitrag von Geografischen Informationssystemen gelegt. Als theoretisches Fundament der Aœberlegungen dient die InternetApkonomie. Mit Hilfe von Experteninterviews wird ein Service-Produkt-Szenario fA¼r alpinen Wintersporttourismus entwickelt und der Versuch unternommen, die weitere Entwicklung hinsichtlich IKT-AffinitAct der Touristen und des IKT-Einsatzes im touristischen Destinationsmanagement abzuschActzen, um die QualitAct von Investitionsentscheidungen zu verbessern. Problemstellung: Seit Mitte der 1990er Jahre wandelt sich in den a€žwestlichena€œ Industriestaaten die Dienstleistungsgesellschaft zur Informationsgesellschaft. Treiber sind Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) a€“ allen voran das Internet. Von den 16 bis 64jAchrigen Deutschen besitzen im FrA¼hjahr 2003 bereits 53% einen privaten Internetanschluss, gegenA¼ber 17% in 1999 . Mit dem Massenmarkteintritt drahtloser IKT a€“ allen voran dem Handy a€“ hat sich die technologische Dynamik seit drei Jahren dramatisch verstAcrkt. 1996 benutzen 137 Mio. Menschen weltweit ein Mobiltelefon. Anfang 2002 sind es A¼ber 1 Milliarde . 77 von 100 WesteuropAcern besitzen Ende 2002 ein Handy; in Deutschland sind es 72, in Japan 61 und in den USA 48. Funktionale Konvergenz der GerActe und breitbandige DatenA¼bertragung (3G) werden den deutschen Mobilfunkmarkt in 2004 thematisch dominieren. Digitalisierung und Vernetzung erzwingen einen vApllig neuartigen Umgang mit Information, denn die Transaktionskosten und -barrieren des Rohstoffs a€žInformationa€œ sinken, gleichzeitig lApsen sich bestimmte GA¼ter von ihrem bisherigen TrAcgermedium. Tourismus als InformationsgeschAcft ist in seiner Branchenstruktur, WettbewerbsfAchigkeit und seinen GeschAcftsmodellen besonders betroffen. Tourismusakteure mA¼ssen fortan in zwei Welten tActig sein: in der physisch-sinnlichen (a€žmarketplacea€œ) und in der virtuellen (a€žmarketspacea€œ) . Im VerAcnderungsdruck liegen jedoch auch groAŸe Chancen a€“ gerade fA¼r den Tourismus, und besonders fA¼r das Destinationsmanagement. Ein fragmentiertes Angebot, verstreute a€žWissens-Inselna€œ, limitierte und teils gemeinschaftlich genutzte Ressourcen, interne Interessenskonflikte und eine diffuse AuAŸendarstellung sind einige der Herausforderungen, denen Mitarbeiter einer Destinationsmangementorganisation (DMO) gegenA¼berstehen. Der Tourist nimmt die Destination jedoch stets ganzheitlich wahr. Dadurch entsteht eine a€žLA¼ckea€œ zwischen Angebot und Nachfrage. Mittels strategischen Managements und IKT-Einsatz seitens der DMO kann dieses brachliegende GeschAcftspotential weitgehend erschlossen werden. In dieser Arbeit soll zwei Hypothesen nachgegangen werden. Erstens: IKT leistet einen entscheidenden Beitrag zur touristischen Informationsintegration. Je wichtiger BA¼ndelungsaktivitActen eines Akteurs sind, umso grApAŸer das IKT-Einsatzpotential. Zweitens: drahtlose IKT ermApglicht einen interaktiven Echtzeitkontakt und damit situationssensitive a€“ neue a€“ GeschAcfte. Neben der Untersuchung dieser beiden Hypothesen, setzt sich die Arbeit zum Ziel, fA¼r einen IKT-Einsatz besonders geeignete Kundensegmente und Tourismusarten zu identifizieren. Insbesondere soll geprA¼ft werden, inwiefern alpiner Wintersporttourismus sich als a€žTestbetta€œ eignet fA¼r die IKT-gestA¼tzte Inwertsetzung des vermuteten Potentials. Analytisches Ziel ist es, die einzelnen Elemente des Potentials unter WertschAppfungs- und Nutzengesichtspunkten zu strukturieren a€“ einerseits fA¼r die DMO, andererseits fA¼r den Touristen. Wo besteht ein echter Zusatznutzen, und wie hoch ist die Zahlungsbereitschaft? Voraussetzung hierfA¼r ist zunAcchst die Identifizierung und Evaluierung zentraler Module der IKT-Entwicklung. Mit Blick auf das Aufgabenspektrum der DMO, sollen insbesondere Geografische Informationssysteme (GIS) auf ihren ProblemlApsungsbeitrag hin geprA¼ft werden. AbschlieAŸend setzt sich die Arbeit zum Ziel, zukA¼nftige IKT-Entwicklungen abzuschActzen und tourismusbezogene erfolgsentscheidende HA¼rden aufzuzeigen. Der Anspruch dieser Arbeit ist primAcr analytischer Art. Es soll der aktuellste IKT-Entwicklungsstand umfassend und korrekt dargestellt, und unter strategischen Gesichtspunkten hinsichtlich neuer Potentiale und erfolgsrelevanter Faktoren fA¼r den Einsatz im touristischen Destinationsmanagement bewertet werden. Um die Relevanz (a€žHaltbarkeita€œ) der Arbeit trotz der hochdynamischen IKT-Entwicklung zu erhAphen, erfolgt eine Verankerung in der Beschreibung des nutzenorientierten Idealzustands. Konkrete Investitionsalternativen fA¼r eine DMO kApnnen aus den zusammengestellten technischen Daten weitgehend errechnet werden; darA¼ber hinaus wird ein Konzept skizziert (a€žanvisiertes Service-Produkta€œ) a€“ eine destinationsspezifische Analyse hActte den Rahmen dieser Arbeit jedoch gesprengt. Auf eine empirische Marktumfrage und das direkte GesprAcch mit Touristen wurde im Rahmen dieser Arbeit verzichtet, weil davon ausgegangen werden muss, dass sowohl deren Wissen A¼ber den aktuellen technologischen Entwicklungsstand als auch deren Vertrautheit mit allen Facetten modernster mobiler GerActe und Informationsinfrastrukturen noch zu gering ist, um aussagekrAcftige Ergebnisse zu erhalten. Als PrimAcrforschungsleistung und Praxiskontaktkomponente wurden stattdessen Experteninterviews durchgefA¼hrt, und deren Antworten unter BerA¼cksichtigung aktuellster SekundAcrliteratur strukturiert und diskutiert. Gang der Untersuchung: Um die genannten Ziele zu erreichen, werden zunAcchst in Kapitel 2 die grundlegenden Aufgaben, Probleme und strategischen LApsungsansActze im Destinationsmanagement ohne BerA¼cksichtigung von IKT-Optionen dargestellt. Es folgt in Kapitel 3 eine Zusammenstellung des aktuellen Stands wichtiger, ausgewAchlter IKT-Module. Mit Blick auf die mobilitActsorientierte Zielsetzung finden Funktechnologien dabei besondere Aufmerksamkeit. Das AusmaAŸ gegenwAcrtiger Nutzung dieser IKT a€“ insbesondere im Tourismus a€“ ist Inhalt von Kapitel 4. Mit diesen Erkenntnissen betreffend DMO-Situation, IKT-MApglichkeiten und Technologie-AffinitAct der (touristischen) Nachfrage, wird der Grundlagenteil der Arbeit abgeschlossen. Kapitel 5 zeigt die bei der Expertenbefragung verwendete wissenschaftliche Methodik und erlAcutert das Vorgehen bei der Produktstudie. In Kapitel 6 werden Handlungsdruck durch und Anwendungspotential von IKT im Destinationsmanagement unter strategischen Gesichtspunkten herausgearbeitet. Als Diskussionsgrundlage dient die Skizze eines a€žService-Produktsa€œ (mobil zugAcngliches Web Portal) fA¼r eine alpine Wintersportdestination. Die Antworten der Experten werden neutral dargestellt, bevor sie unter Hinzuziehung von SekundAcrliteratur kritisch gewA¼rdigt werden. Die analytische Unterteilung des Kapitels in Nutzenpotentiale fA¼r Endkunden versus Nutzenpotentiale fA¼r die Destination einerseits, und in technologiebedingte versus tourismusspezifische HA¼rden andererseits, soll dabei als gedankliche Strukturierungshilfe dienen. Es folgen ein Fazit, die Literaturangaben und der Anhang, dessen Inhalt sAcmtliche verwendeten Materialien und Fragestellungen umfasst, so dass die Nachvollziehbarkeit dieser Diplomarbeit sichergestellt ist. Inhaltsverzeichnis: 1.EINFAœHRUNG10 1.1PROBLEMATIK10 1.2ZIELSETZUNG11 1.3ABGRENZUNG11 1.4VORGEHENSWEISE12 2.ZUR PROBLEMATIK DES DESTINATIONSMANAGEMENTS13 2.1DEFINITION VON DESTINATION14 2.2AUFGABEN EINER DESTINATIONSMANAGEMENTORGANISATION (DMO)15 2.3STRATEGISCHE GESICHTSPUNKTE - UNGEACHTET DER EBUSINESS-OPTIONEN17 2.3.1Eigenschaften des touristischen Produkts17 2.3.2Optimierung der Wertkette18 2.3.3WertschAppfung als primAcres Ziel19 2.3.4WettbewerbsfAchigkeit durch Wert-Orientierung20 2.3.5Notwendigkeit eines multidimensionalen WertverstAcndnisses22 2.4KERNKOMPETENZEN DER DMO24 2.5ORGANISATION DER DMO25 2.6ZUSAMMENFASSUNG27 3.INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSTECHNOLOGIE28 3.1THEMENAœBERBLICK IKT28 3.2BEGRIFFE29 3.3GRUNDLAGEN DER DATENAœBERTRAGUNG30 3.4FUNKTECHNOLOGIE31 3.4.1Basiswissen: Elektromagnetische Wellen31 3.4.2Zur getroffenen Auswahl35 3.4.3Infrarot35 3.4.4Bluetooth37 3.4.5IEEE 802.11 WLAN39 3.4.5.1Die Technologie39 3.4.5.2Hotspots als Apffentlicher Funkzugang zum Internet41 3.4.6weitere IEEE-Standards43 3.4.7Mobilfunknetze44 3.4.7.1Einleitung44 3.4.7.23G-Mobilfunk: UMTS45 3.4.7.3Dienstepalette48 3.4.8Ortungstechnologien51 3.4.8.1Outdoor Positionierungssysteme51 3.4.8.2Fokus: GPS52 3.4.9Zusammenfassende Bewertung55 3.5NETZWERKTECHNOLOGIE60 3.5.1Das Internet60 3.5.2Technologische Herausforderungen62 3.5.3Zusammenfassende Bewertung65 3.6GEOGRAFISCHE INFORMATIONSSYSTEME66 3.6.1Einordnung66 3.6.2Funktionsweise und Leistung67 3.6.3GIS auf mobilen EndgerActen68 3.6.4GIS im Internet69 3.6.5Grenzen und Herausforderungen70 3.6.6Zusammenfassende Bewertung71 3.7FAZIT IKT71 4.TECHNOLOGIEEINSATZ DER TOURISTISCHEN NACHFRAGE72 4.1NACHFRAGETRENDS UND WERTEDIMENSIONEN72 4.2NUTZER DES INTERNETS VIA MOBILFUNK73 4.2.1Zugang als Bedingung74 4.2.2Dienste als Bedingung74 4.3TOURISTISCHE NACHFRAGE IM (MOBILEN) INTERNET75 4.3.1Eigenschaften der Zielgruppe75 4.3.2GrApsse und Dynamik des Online-Tourismusmarkts76 4.3.3Hemmende Faktoren77 4.3.4Potentiale des mobil zugAcnglichen Internets fA¼r Touristen78 METHODEN79 4.4ZUR PRODUKTSTUDIE79 4.5ZUR EXPERTENBEFRAGUNG80 5.ERGEBNISSE UND DISKUSSION83 5.1TRIEBKRA„FTE DER INTERNETA–KONOMIE83 5.1.1Digitalisierung83 5.1.2Vernetzung84 5.1.3Breitbandfunk85 5.1.4Neue Strukturen und Kosten87 5.2DIE DMO UNTER HANDLUNGSDRUCK87 5.3VISION EINES SERVICEPRODUKTS90 5.3.1Einordnung90 5.3.2Zielgruppe(n)91 5.3.3Urlaubstyp und Destination93 5.4NUTZENPOTENTIALE FAœR DEN ENDKUNDEN98 5.4.1InformationsbA¼ndelung98 5.4.2MobilitActsunterstA¼tzung99 5.4.3KontextsensitivitAct100 5.4.4KontextabhAcngige Nutzenkategorien101 5.4.4.1Zeit101 5.4.4.2Raum102 5.4.4.3Person103 5.4.5kontextunabhAcngige Nutzenkategorien105 5.5NUTZENPOTENTIALE FAœR DIE DMO106 5.5.1Vernetzung106 5.5.2BA¼ndelung a Vertrieb108 5.5.3Kundenintegration109 5.5.4Zahlungsbereitschaft110 5.5.5Aœberlegungen zum GeschAcftsmodell112 5.6FOKUS: ZENTRALE BEDEUTUNG VON GEOINFORMATION UND GIS114 5.7ERFORDERNISSE UND HAœRDEN116 5.7.1im technischen Bereich116 5.7.2im touristischen Bereich:120 6.FAZIT125 7.LITERATURVERZEICHNIS127Proceedings of the International Conference in Helsinki, Finnland; Wien, New York, S. 134-143 T-MOBILE DEUTSCHLAND ... [abgerufen am 30.09.2003] VISA INTERNATIONAL SERVICE ASSOCIATION (2003): VISA verzeichnet dreistelligesanbsp;...


Title:Strategischer Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im touristischen Destinationsmanagement unter besonderer Berücksichtigung von geografischen Informationssystemen (GIS)
Author: Matthias Herkt
Publisher:diplom.de -
ISBN-13:

You must register with us as either a Registered User before you can Download this Book. You'll be greeted by a simple sign-up page.

Once you have finished the sign-up process, you will be redirected to your download Book page.

How it works:
  • 1. Register a free 1 month Trial Account.
  • 2. Download as many books as you like (Personal use)
  • 3. Cancel the membership at any time if not satisfied.


Click button below to register and download Ebook
Privacy Policy | Contact | DMCA